Krankensalbung

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aktualisiert am 14.03.2011
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Krankensalbung

Krank werden ist eine schlimme, krisenhafte Erfahrung im Leben der Menschen. Der Rhythmus des Vertrauten wird oft schlagartig durchbrochen, alles ist anders, vieles funktioniert nicht mehr. Krank sein betrifft meist Leib und Seele. Der Kranke fühlt sich oft ausgeliefert, braucht Hilfe von aussen, bekommt Angst, anderen zur Last zu fallen. All das erzeugt eine hohe Belastung des kranken Menschen. Krankheit konfrontiert uns mit der Zerbrechlichkeit und Endlichkeit unseres Daseins. Kranke Menschen irritieren die gesunden und funktionstüchtigen Menschen. Kranksein – wie auch Altersschwäche – bergen umgekehrt eine Chance in sich, nämlich die grundlegende Frage nach dem Sinn des Lebens ganz bewusst zu stellen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die meisten Menschen grosse Mühe mit dieser beschränkten Lebens-Situation haben, sie können nur schlecht ‚ja‘ dazu sagen.

In der Heiligen Schrift begegnen wir vielen Situationen, wo das Kranksein einen ganz besonderen Weg zum Leben aufzeigt. In diesen meist dunklen Stunden des Lebens helfen uns die verschiedenen Zeichen des Glaubens: Gebet, Segnung, Krankenkommunion und Krankensalbung.

Die Krankensalbung wurde früher oft fälschlicherweise ‚Letzte Ölung‘ genannt. Sie hat nach dem II. Vatikanischen Konzil eine ganz besondere Aufwertung erfahren. Entsprechend dem Jakobusbrief, in dem es heisst: ‚Ist jemand krank unter euch, so rufe er den Priester der Gemeinde zu sich – im Namen des Herrn wird er ihn mit Öl salben‘(Jak.5,14). So darf und soll dieses starke Heilszeichen immer dann empfangen werden, wenn der Mensch an einer kritischen Lebenswende steht (schwere Krankheit, vor einer Operation, bei einer schweren Gemütsverstimmung etc.). Das Gebet, die Handauflegung und die Salbung mit dem Krankenöl helfen dem Kranken und geben ihm neue Kraft für den vor ihm liegenden Weg.

Krankensalbung in St. Gallus

Das Sakrament der Krankensalbung kann mehrmals empfangen werden. Darum bitten wir die Kranken oder ihre nächsten Angehörigen, den Wunsch für den Empfang der Krankensalbung zu Hause unbedingt (und frühzeitig) dem Pfarramt zu melden.

In der Regel wird am Krankensonntag (1.Sonntag im März) im Gottesdienst das Sakrament der Krankensalbung gespendet.

Krankensalbung in Pflegezentren und Spitälern

Das Nachfragen nach der Krankensalbung gilt auch besonders für Menschen in den
Pflegezentren und Spitälern. Bitte melden Sie Ihren Wunsch ungeniert und klar beim Pflegepersonal oder bei den zuständigen Seelsorgern.