Priesterweihe

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aktualisiert am 14.03.2011
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Priesterweihe (Ordination)

Jesus hat zu seiner Lebenszeit einen Kreis von Jüngern und Jüngerinnen um sich geschart. Er hat sie unterwiesen in der Beziehung, die Gott zu uns Menschen sucht und schenkt. Er hat diese Jüngerschar explizit gesandt, die frohe Botschaft bis an das Ende der Erde zu verkünden. Nach dem Tod und der Auferstehung haben die Jünger diesen Auftrag in einer neuen Weise wahr genommen und sich dafür eingesetzt, dass diese Tradition auch nach ihrem Ableben weiter geführt werde. Bereits in der ersten Generation der Apostel haben sie zu Gott gebetet, dass er ihnen zeigen möge, wen sie nun in diesem Dienst senden sollen.

Durch ‚Handauflegung und Gebet‘ werden bis in die heutige Zeit (in der katholischen Tradition ausschliesslich) Männer durch diesen Ritus, durch das Sakrament der Weihe (Diakonats- / Priester- / Bischofsweihe) in diesen Dienst genommen. Ganz nach dem Gedanken im Hebräerbrief ‚aus den Menschen genommen, für die Menschen bestellt‘ geht es bei dieser Weihe (Ordination / Sendung) darum, die Kraft des Heiligen Geistes auf diese Menschen herabzuflehen, dass er ihnen beistehe bei der Ausübung dieses lebenswichtigen Dienstes an und für die Menschen.

Die Spendung des Sakramentes der Priesterweihe ist dem Bischof vorbehalten (‚apostolische Sukzession‘ – d.h. ununterbrochene Weitergabe dieser Geistesgaben) und wird vom Regens (Leiter des Priesterseminars) für Männer empfohlen, die sich in einer seelisch-religiös gesunden und starken Konstitution dafür eignen.

Das Sakrament der Priesterweihe kann wie die Taufe und die Firmung nur einmal im Leben empfangen werden. Diese drei Sakramente tragen in sich ein ‚unauslöschliches Merkmal‘. In der kath. Tradition ist für den Empfang der Priesterweihe das Versprechen zu einem zölibatären Leben (Ehelosigkeit) Voraussetzung.